Die Klage wurde vom Zentrum für Verbraucherschutz (Ctcu) in Südtirol initiiert. Dessen Direktorin Gunde Bauhofer betont, dass die Klage auf einem Grundsatz der EU-Rechtsprechung basiert: Datenschutzverletzungen dieser Art seien grundsätzlich schadensersatzpflichtig. Rechtsanwalt Rodolfo Dolce, der gemeinsam mit Carlo Malossi für Dolce Lauda das Verfahren führt erklärt, dass sich Betroffene bereits jetzt in ein Register eintragen können. Dieses wird im Rahmen des Verfahrens beim Gericht geführt und dient der späteren Festlegung individueller Entschädigungen. Die nächste wichtige Etappe ist für Oktober angesetzt: Dann soll vor Gericht über die Höhe möglicher Entschädigungen verhandelt werden. Im Raum stehen Beträge von einigen hundert Euro pro Person. Hochgerechnet auf die geschätzte Zahl der Betroffenen könnte es sich um eine der größten Sammelklagen weltweit handeln.